Von der "Höheren Töchterschule" zur erfolgreichen Gesamtschule 175 Jahre Schulgeschichte

darauf blickt die Sophie-Scholl-Schule in Tempelhof-Schöneberg in diesem Jahr mit einigem Stolz zurück. Am 30. April 1832 wurde die Schule als "Neue Töchterschule auf der Friedrichstadt" in der Schützenstraße eröffnet, ab 1863 trug sie den Namen "Königliche Augustaschule" und zog 1886 in die Kleinbeerenstraße um. 1915 erfolgte der Einzug in das neue Schulgebäude in der Elßholzstraße. Mit dem Ende der Hohenzollern-Monarchie wurde die Schule in "Staatliche Augusta-Schule" umbenannt. Seit Dezember 1945 trägt sie als erste Schule in Deutschland den Namen der Widerstandskämpferin Sophie Scholl. 1978 wurde das Sophie-Scholl-Gymnasium unter Beibehaltung seines Namens mit der Georg-Graf-von Arco-Realschule und der Isergebirgs-Hauptschule zur Sophie-Scholl-Gesamtschule zusammengeführt.

Von der "höheren Töchterschule" zur erfolgreichen Gesamtschule - das ist ein langer Weg innerer und äußerer Veränderungen, der auch ein Stück deutscher Geschichte und insbesondere deutscher Schulgeschichte widerspiegelt.

Von der königlichen Augustaschule zur Sophie-Scholl-Schule

Königreich Preußen

1832
Eröffnung der „Höheren  Neuen Töchterschule“ in der Friedrichstadt Schützenstraße 8

1841              
Umbenennung in „Königliche Neue Töchterschule auf der Friedrichstadt“

1863
Umbenennung in „Königliche Augustaschule (Königliches Seminar für Lehrerinnen mit  verbundener Töchterschule)“


Deutsches Reich

1886    
Umzug in die Kleinbeerenstraße 16-19

1909
Einrichtung einer gymnasialen Studienanstalt für Mädchen an der Königlichen Augustaschule

1915
Umzug in die Elßholzstraße 34-37


Weimarer Republik

1919
Umbenennung in „Staatliche Augustaschule“


„Drittes Reich"

1943
Evakuierung der Schülerinnen nach Cottbus, Vetschau und Peitz
Einrichtung eines Zwangsarbeitslagers in den Räumen der Schule


Bundesrepublik Deutschland (Berlin West)

1945               
Wiederaufnahme des Unterrichts in dem teilweise zerstörten Schulgebäude

1946
Umbenennung des Lyzeums in „Sophie-Scholl-Oberschule“

1948
Öffnung der Sophie-Scholl-Oberschule auch für Jungen, Beginn des koedukativen Unterrichts in der „Oberschule wissenschaftlichen Zweiges“ (Gymnasium)

1952
Einzug der Georg-Graf-von-Arco-Oberschule (3.Oberschule Technischen Zweiges/Realschule) und der Georg-von-Giesche-Oberschule (4.Oberschule Technischen Zweiges/Realschule) in das wieder aufgebaute Schulgebäude Pallasstraße
Gemeinsame Nutzung des Gebäudes als „Schulzentrum Elßholzstraße“

1969
Auszug der Georg-von-Giesche-Oberschule (jetzt Hohenstaufenstraße) und Einzug der Isergebirgs-Hauptschule (vormals Hohenstaufenstraße)
Erste Bestrebungen zur Schaffung einer „Integrierten Gesamtschule“ aus den drei Schulen

1979
Beginn der Vereinigung der „Sophie-Scholl-Oberschule“ mit der „Georg-Graf-von-Arco-Oberschule“ und der „Isergebirgs-Oberschule“ zur Gesamtschule unter Beibehaltung des Namens „Sophie-Scholl-Oberschule“
Jahrgangsweises Auslaufen der alten Schultypen und Einrichtung der Gesamtschuljahrgänge

1983
Beginn des integrativen Unterrichts mit behinderten Kindern in zunächst einem, später zwei Zügen pro Jahrgang

Bundesrepublik Deutschland (Berlin)

1999
Einrichtung des ersten deutsch-französischen Zuges der „Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB)“

2001
Einrichtung der ersten beiden deutsch-spanischen Züge der „Staatlichen           Europa-Schule“ (SESB)

2007
Jubiläum „175-Jahre Schulgeschichte“